Ängste und Phobien:
- 1. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Wie sie im Unterbewusstsein entstehen
Angst ist ein Schutzmechanismus – und völlig normal.
Viele Menschen sind überrascht, wenn sie merken, wie stark Ängste ihr Leben beeinflussen können. Doch Ängste entstehen nicht bewusst – sie entstehen tief in unserem Unterbewusstsein. Unser Gehirn versucht, uns zu schützen, auch wenn die Gefahr rein rational gar nicht (mehr) besteht.
Warum entstehen Ängste im Unterbewusstsein?
Das Unterbewusstsein speichert alle Erfahrungen – besonders prägende oder belastende Ereignisse. Diese speichern sich wie Programme ab und lösen automatische Reaktionen aus. Wird z. B. ein unangenehmes Erlebnis mit einer bestimmten Situation verbunden, kann eine tiefe Angst daraus entstehen. Oft reicht ein einzelnes Erlebnis – manchmal auch etwas, das wir nur beobachtet oder übernommen haben.
Diese Ängste sind keine Schwäche – sie sind erlernt.
Und alles, was erlernt wurde, kann auch wieder verändert werden.
Häufige Phobien und ihre Wurzeln:
🧗 Höhenangst
Entsteht oft durch einen (realen oder beobachteten) Kontrollverlust – wie z. B. beim Stolpern, Sturz oder einem unsicheren Gefühl in der Kindheit.
✈️ Flugangst
Verknüpft häufig mit Kontrollverlust, Enge oder einem Gefühl des Ausgeliefertseins.
🐍 Angst vor Tieren
Kann durch traumatische Erlebnisse, kindliche Übernahme der Angst der Eltern oder mediale Eindrücke entstehen.
🚪 Platzangst (Klaustrophobie)
Entwickelt sich häufig aus Engeerfahrungen in der Kindheit oder durch eine tief sitzende Angst, nicht fliehen zu können.
🤢 Emetophobie (Angst vor Erbrechen)
Diese wenig bekannte, aber weit verbreitete Angst geht oft mit Kontrollverlust, Scham oder Hilflosigkeit einher.
👥 Enochlophobie (Angst vor Menschenmengen)
Kann auf erlebte Überforderung, Unsicherheit oder frühkindliche Reizüberflutung zurückgehen.
🌑 Lygophobie (Angst vor Dunkelheit)
Häufig aus einer natürlichen kindlichen Angst entstanden, die sich durch bestimmte Ereignisse oder Fantasie verstärkt hat.
👩⚕️ Latrophobie (Angst vor Ärzten)
Ursprung liegt oft in früheren schmerzhaften oder demütigenden Erfahrungen im medizinischen Kontext oder in erlebter Hilflosigkeit.
Fazit:
Phobien sind kein Zeichen von Schwäche, sondern von einem Unterbewusstsein, das dich schützen möchte.
Mit der richtigen Begleitung – z. B. durch Hypnose – lassen sich diese Ängste sanft auflösen.
Dein Unterbewusstsein kann umlernen. Und du darfst wieder frei leben.





Kommentare